

Denkmal Enschede
In Enschede ist der Wille zum Wiederaufbau deutlich zu spüren. Drei Jahre nach den Explosionen in dem Feuerwerkslager ist das Gelände als Ort der Katastrophe kaum mehr zu erkennen. Daher sind das Zentrum des Denkmals die verbleibenden Spuren des Unglücks: die Fundamente von SE Fireworks.
Diese zeigen eindrucksvoll, von welcher Urgewalt die Detonation war. Die Inbesitznahme der ehemals bebauten Fläche hat wieder begonnen. Zwischen geborstenem Beton und verbogenem Stahl wachsen kleine Pflanzen und erste Blüten blühen. Die natürliche Sukzession ist ein eindringliches Bild für prozessuale Kraft. Sie steht hier für das Erinnern - ebenfalls ein Vorgang, der sich über Zeit definiert und verändert.
Möglich wird die Darstellung dieses Prozesses durch eine Wand, die die Überreste der Lagerhalle umschließt. Sie hat die Höhe des ehemaligen Lagers und einen umlaufenden waagerechten Schlitz als Fenster. Die Wand schließt den Zugang aus, der Schlitz lässt Blicke nach innen zu. Im Park Lasonderbleek liegt ein abstraktes Volumen bis Bäume aus dem Inneren hinauswachsen.
Wettbewerb
2003